Mit Open-Source-Software Geld sparen: Schluss mit Abo-Gebühren
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Oft zahlen wir für mehrere Software-Abos. Open-Source-Software ist eine Alternative zu vielen kostenpflichtigen Anwendungen, aber oft wissen die Leute nichts davon.
In diesem Artikel stelle ich ein paar Open-Source-Programme vor, mit denen wir Geld sparen können, indem wir bezahlte Software ersetzen. Open-Source-Software ist längst nicht so schwer zu bedienen, wie viele denken.
Open-Source-Software
Open-Source-Software ist Software, deren Quellcode verfügbar ist. Das heißt, du kannst den Quellcode lesen und potenziell dazu beitragen.
In den meisten Fällen ist Open-Source-Software außerdem kostenlos. Das heißt, du kannst sie auf deinem Computer installieren, ohne etwas zu bezahlen. Allerdings ist nicht jede Open-Source-Software kostenlos. Und nicht jede kostenlose Software ist Open Source.
In diesem Artikel konzentrieren wir uns aber auf kostenlose Open-Source-Software, um Geld zu sparen.
Rund um Open Source kursieren ein paar Mythen – fangen wir damit an, sie zu entkräften.
- Erstens ist Open-Source-Software nicht zwangsläufig komplizierter als kostenpflichtige Software. Es gibt sehr komplexe kostenpflichtige Software und sehr einfache kostenlose Open-Source-Software. Sowohl Closed-Source- als auch Open-Source-Software ist am Ende Software – und nur so gut, wie ihre Entwickler sie gemacht haben.
- Dann denken manche, Open-Source-Software sei weniger sicher, weil der Code online ist. Oft ist es genau umgekehrt. Weil der Code online ist, schauen viele Leute drauf und können Probleme entdecken. Das heißt nicht, dass sie zu 100 % sicher ist (nichts ist es). Auch hier gilt: Software kann so sicher (oder unsicher) sein, wie ihre Entwickler sie machen.
Insgesamt ist Open-Source-Software also nicht automatisch besser – und auch nicht automatisch schlechter – als Closed-Source-Software. Sie hat aber den Vorteil, dass sie in der Regel kostenlos ist.
Manchmal gibt es sogar kostenlose Open-Source-Alternativen zu kostenlosen Closed-Source-Alternativen. In diesem Artikel konzentriere ich mich aber auf Open-Source-Software, die uns helfen kann, Geld zu sparen.
Heutzutage wird die meiste Software als Abo statt zu einem einmaligen Preis angeboten. Wiederkehrende Kosten sind wichtig, um dein Budget zu optimieren. Den Fokus auf wiederkehrende Abos zu legen ist eine gute Möglichkeit, jeden Monat Geld zu sparen.
LibreOffice statt Office 365
Viele verlassen sich auf Office 365 (früher Microsoft Office), um Dokumente zu erstellen und Tabellen zu bearbeiten. Office 365 ist eine riesige Software-Suite, aber die meisten nutzen nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten. In den meisten Fällen nutzen die Leute Word und Excel. Manche nutzen auch PowerPoint, aber meist für die Arbeit.
LibreOffice ist eine kostenlose Open-Source-Software-Suite, die die gleichen Funktionen wie Office 365 bietet. Die drei wichtigsten Komponenten sind
- Writer: eine Textverarbeitung
- Calc: eine Tabellenkalkulation
- Impress: ein Programm zum Erstellen von Präsentationen
Es unterstützt die gleichen Dokumentformate wie Office 365 – plus einige offenere Formate. Das ist keine kleine Software: Schätzungen zufolge hat sie über 100 Millionen Nutzer. Alle Funktionen sind kostenlos, und es ist ein hervorragender Ersatz für Office 365. Wenn du Office 365 sehr fortgeschritten nutzt und z. B. Scripting verwendest, könnte LibreOffice zu eingeschränkt sein. Für die große Mehrheit der Nutzer kann LibreOffice Office 365 aber ersetzen.
Office 365 gibt es als Abo für etwa 100 CHF pro Jahr. Wenn du stattdessen LibreOffice nutzt, kannst du 100 CHF pro Jahr sparen (lebenslang)!
GIMP statt Photoshop
Viele nutzen Photoshop, um Bilder zu bearbeiten. Das reicht von einfachen Anpassungen, damit sie etwas besser aussehen, bis hin zu fortgeschrittener Bearbeitung, um Bilder komplett zu verändern.
Photoshop ist ein tolles Tool, das seinen Job macht. Aber es gibt auch Open-Source-Alternativen. GIMP ist eine kostenlose Open-Source-Software, die mehr oder weniger die gleichen Funktionen wie Photoshop bietet. Die allerfortschrittlichsten Funktionen von Photoshop sind nicht alle verfügbar, aber das reicht wahrscheinlich für 90 % der Anwendungsfälle.
Allerdings gibt es einen Haken. GIMP kann fast alles, was Photoshop kann, aber die Bedienung ist nicht sehr ähnlich. Das heißt, du musst dich erst wieder einarbeiten, um Bilder mit GIMP zu bearbeiten. Wenn du das vermeiden willst, schau dir Photopea an; das ist nicht Open Source, aber kostenlos.
Photoshop kostet etwa 10 CHF pro Monat – mit GIMP kannst du 120 CHF pro Jahr sparen.
Shotcut statt Adobe Premiere
Nach Fotos können wir über Videos sprechen. Das am häufigsten genutzte Tool in dieser Kategorie ist wahrscheinlich Adobe Premiere.
Adobe Premiere ist ein gutes Tool mit fortgeschrittenen Funktionen. Aber es ist auch teuer. Genau hier gibt es einige Open-Source-Alternativen. Shotcut ist ein tolles Tool, wenn du einfache Funktionen brauchst, und es ist leicht zu lernen. Kdenlive bietet dir fortgeschrittenere Funktionen, ist aber schwieriger zu lernen.
Adobe Premiere kostet in der Schweiz etwa 220 CHF pro Jahr. Wenn du von Adobe Premiere auf eine kostenlose Open-Source-Software für deine Videobearbeitung umsteigst, kannst du rund 220 CHF pro Jahr sparen.
KeePassXC statt kostenpflichtiger Passwort-Manager

Ein Passwort-Manager ist eine gute Möglichkeit, deine Online-Sicherheit zu erhöhen. Wenn du schon einen nutzt: Glückwunsch!
Viele nutzen 1Password oder LastPass – und beide sind kostenpflichtig. Aber die meisten wissen nicht, dass es auch Open-Source-Alternativen gibt.
Ich persönlich nutze KeePassXC und bin damit zufrieden. Es ist kostenlos, Open Source und hat starke Sicherheitsfunktionen.
Der einzige Nachteil ist, dass deine Passwortdatenbank nicht überall automatisch geteilt wird (was auch ein Sicherheitsvorteil ist). Aber wenn du ein starkes Master-Passwort und einen zweiten Authentifizierungsfaktor hast, kannst du deine Datenbank z. B. auf Google Drive speichern, und niemand könnte sie lesen.
Wenn du lieber etwas in der Cloud willst, kannst du Bitwarden nutzen: für die private Nutzung kostenlos und auch in der Cloud verwendbar.
LastPass kostet etwa 36 CHF pro Jahr, und 1Password kostet etwa 60 CHF pro Jahr. Mit einem kostenlosen Open-Source-Passwort-Manager wie KeePassXC kannst du zwischen 30 CHF und 60 CHF pro Jahr sparen.
AFFiNE statt Evernote fürs Notizenmachen
Viele machen Notizen und brauchen dafür eine gute Notiz-App. Evernote ist eine der am häufigsten genutzten kostenpflichtigen Notiz-Apps. Früher gab es einen großzügigen Gratis-Plan, aber inzwischen ist er auf nur 50 Notizen begrenzt – für viele viel zu wenig.
AFFiNE ist eine Open-Source-Alternative, die du direkt auf deinem Computer nutzen kannst. Da es auf deinem Computer läuft, kannst du es unbegrenzt nutzen – und es ist kostenlos. Der Funktionsumfang ist mit dem von Evernote vergleichbar. Ganz genau genommen ist nur der Code, der auf deinem Computer läuft, Open Source; den Quellcode ihres Server-Backends legen sie nicht offen (das ist aber nicht zwingend nötig).
Da es auf deinem Computer läuft, werden deine Notizen nicht geteilt. Wenn du sie speichern und sichern willst, kannst du sie z. B. auf Dropbox oder Google Drive legen (oder auf Nextcloud als Open-Source-Alternative).
Ein Problem bei Notiz-Software ist, dass sie sehr persönlich ist. Viele Nutzer mögen eine Plattform und können eine andere überhaupt nicht ausstehen. Es gibt viele Arten von Notiz-Software – AFFiNE passt also vielleicht nicht zu dir. Ich sollte auch Obsidian erwähnen: Das ist Closed Source, hat aber einen guten Gratis-Plan; für manche Nutzer ist es vielleicht die bessere Alternative als AFFiNE.
Evernote kostet in der Schweiz etwa 85 CHF pro Jahr. Mit einer Open-Source-Notiz-App wie AFFiNE könntest du im Vergleich zu Evernote 85 CHF pro Jahr sparen.
Linux statt Windows

Linux gibt es schon lange, aber die meisten sind immer noch bei Windows. Linux hat aber einige große Vorteile:
- Sie ist kostenlos. Es gibt zwar einige kostenpflichtige Distributionen, aber die meisten sind kostenlos. Damit kannst du Geld sparen, weil du nicht für Windows bezahlen musst.
- Es unterstützt eine größere Bandbreite an Hardware. Viele sind gezwungen, ihre Computer wegen Windows-Anforderungen aufzurüsten. Linux kann immer noch auf Laptops und Desktops laufen, die über 10 Jahre alt sind.
- Linux wird mit der Zeit besser. In den letzten Jahren ist Windows dagegen (zumindest meiner Meinung nach) nur schlechter und langsamer geworden. Bei Linux hingegen war die Nutzung noch nie so reibungslos.
Das Hauptproblem bei Linux ist, dass es viele Distributionen gibt. Manche sind einfach zu nutzen, andere nicht. Wenn du Linux zum ersten Mal nutzt, eignen sich einige einfache Distributionen gut:
- Linux Mint
- Ubuntu Linux
Auf Linux ist viel Software verfügbar, aber nicht alles. Bevor du wechselst, empfehle ich dir daher, die Liste der Programme zu prüfen, die du auf deinem Computer nutzt, und sicherzustellen, dass du sie (oder eine Alternative) unter Linux verwenden kannst. Heutzutage läuft sogar Steam unter Linux gut.
In der Schweiz kostet Windows etwa 140 CHF. Mit Linux kannst du also 140 CHF sparen! Und wenn du einen alten Laptop hast, den Microsoft nicht mehr unterstützen will, kannst du zusätzlich viel Geld sparen, indem du keinen neuen Laptop kaufst, sondern stattdessen Linux darauf installierst.
Fazit
Open-Source-Software kann eine tolle Alternative zu kostenpflichtiger Software sein. Damit kannst du Geld sparen, ohne auf Funktionen zu verzichten. In den meisten Fällen ist der einzige „Preis“, den du zahlst, dass du lernen musst, eine neue App zu nutzen. Manchmal verlieren wir auch den Komfort, dass etwas komplett in der Cloud läuft. Das kann aber auch helfen, die Kontrolle über unsere Daten zurückzugewinnen.
Insgesamt lässt sich mit Open-Source-Software viel Geld sparen. Und besonders interessant ist: Du kannst jedes Jahr Geld sparen, weil die meiste Software inzwischen auf ein Abo-Modell setzt.
Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, ist das nächste Level Self-Hosting. Das heißt, du hast einen Server zu Hause. In diesem Fall kannst du noch mehr Dienste durch deinen eigenen Service ersetzen. Das kann dir helfen, noch mehr Geld zu sparen und die Kontrolle über deine Daten zurückzugewinnen. Dafür braucht es aber mehr Know-how.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Hast du noch weitere Open-Source-Empfehlungen?
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